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Freude in der Gemeinschaft
Foto: Marco Stepniak

Freude in der Gemeinschaft

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Sabine Raupach-Strohmann

Familienbildung macht Spaß. Die Kurse werden geleitet von Menschen, die mit Herz und Freude weitergeben, wofür sie brennen.

Als Silvia Wagner (61) vor neun Jahren als Kursteilnehmerin plötzlich einen eigenen Nähkurs leiten sollte, fragte sich die gelernte Raumausstatterin: „Kann ich das überhaupt?“ Ein Blick in die Runde ihrer begeisterten Schülerinnen zeigt: Ja, sie kann. Nicht nur, weil die Tochter einer Schneiderin von klein auf näht, sondern weil sie eine Gemeinschaft schafft, in der sich alle Teilnehmenden wohlfühlen.
„Beim gemeinsamen Nähen öffnet man sich, teilt Freude und Sorgen“, sagt Sigrid. Schon ihre Mutter hat bei der Evangelischen Familienbildung der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen genäht, und in einem Kochkurs ist vor 56 Jahren das Festessen für Sigrids Konfirmation entstanden.

28.05.2026 Marl FBS Bachstr. Thema „Kursleitung Familienbildung gesucht“ Nähkurs foto: copyright marco stepniak - mobil +49 171-2771906 marco@stepniak-bild.de
Das Angebot der Familienbildung ist vielfältig. Das Besondere: Jeder kann selbst Kursleiterin oder Kursleiter werden und wird dabei unterstützt. Haben Sie Interesse?
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Viele Teilnehmer und Kursleiter sind seit Jahren dabei, andere finden neu den Weg zu den vielseitigen Angeboten, die das Team um Leiterin Sabine Stein in Marl zusammenstellt. Kurse für Eltern und Kinder, Nähen, Kochen, Gesundheit und Bewegung finden sich schon im ersten Programmheft von 1956. Doch in 70 Jahren ist vieles hinzugekommen. Auf aktuelle Bedürfnisse, Interessen und Vorlieben wird immer wieder eingegangen und mit Kooperationspartnern zusammengearbeitet.
„Dafür brauchen wir Menschen mit Ideen, Hobbys, Fähigkeiten und Fachkenntnissen aus den unterschiedlichsten Bereichen, die dies mit anderen teilen und mit viel Empathie an andere weitergeben möchten.“

Sinnvolles tun

Im Fokus des bunten Straußes an Angeboten steht, allen Teilhabe an Gemeinschaft zu ermöglichen. Sabine Stein: „Gibt es Barrieren durch Sprache, Alter, Herkunft, Behinderung, schauen wir, wie wir sie überwinden können.“ Für viele Kursleiter ist genau dieses Gefühl, etwas Sinnvolles für andere Menschen und die Gesellschaft zu tun, ein wichtiger Grund, sich zu engagieren. Und das in einer flexiblen Tätigkeit, die sich gut mit Familie, Beruf oder Ruhestand verbinden lässt. So wie bei Christina Michl, die im Beisein ihrer fast zweijährigen Tochter den Krabbelkurs für null- bis einjährige Kinder leitet.
Sprachdozentin Emine Kavalci bietet allmorgendlich in der Bachstraße in Marl ein Sprachcafé für Teilnehmende unter anderem aus der Ukraine, Usbekistan, Indien und Marokko an – alle Nationalitäten sind hier erwünscht und vertreten. Neben Kommunikation und Gemeinschaft gibt es praktische Lebenshilfe und Orientierung gleich mit.

Larysa Legostaieva, Kunstlehrerin aus der Ukraine und Teilnehmerin des Sprachcafés, konnte vor ein paar Monaten für das Angebot der interkulturellen Malwerkstatt gewonnen werden. „Es macht riesigen Spaß. Eine Ausstellung hatten wir schon.“ Eine weitere der teilnehmenden Jugendlichen in den Räumen der Familienbildung sei in Vorbereitung.
So profitieren Kursleitende auch persönlich von der Familienbildung: Sie gewinnen Selbstvertrauen, lernen, Gruppen anzuleiten, knüpfen neue Kontakte – und alles mit Herz und Freude.

Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen
Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen

Elper Weg 89
45657 Recklinghausen

www.diakonie-kreis-re.de

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