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Grün, stark, gemeinsam
Foto: Marco Stepniak

Grün, stark, gemeinsam

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Beim GrünWerk der Recklinghäuser Werkstätten pflegen Menschen mit Behinderung Gärten, Wege und Flächen – und finden dabei Anerkennung, Struktur und Sinn.

Der Morgen beginnt früh auf dem Gelände der herrscht reges Treiben: Geräte werden verladen, Teams besprechen die Tagesaufgaben. Ein Flächenmäher wird auf einen Anhänger manövriert, Laubbläser und Freischneider verstaut. Auf geht’s zum Einsatzort im Vest! Das GrünWerk, eine Abteilung der Recklinghäuser Werkstätten, die zum Diakonischen Werk im Kirchenkreis Recklinghausen gehören, bietet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, in der Garten- und Landschaftspflege tätig zu sein. Unter der Leitung von Alexander Czekalla und seinen sechs Mitarbeitenden sind derzeit 30 Beschäftigte im Einsatz. Ihre Aufgaben reichen von Rasen- und Heckenschnitt über die Pflege von Beeten bis hin zur Reinigung von Wegen und Plätzen. Dabei kommen professionelle Geräte wie Freischneider, Laubbläser und Aufsitzmäher zum Einsatz. Die Arbeit ist vielseitig und fordernd, sowohl körperlich als auch geistig. „Ich harke gerne Laub zusammen und jäte Unkraut. Das entspannt mich, und man sieht sofort den Unterschied“, erzählt Nadine Szytniewski, eine der Beschäftigten. Auch Denise Arents findet Freude an ihrer Tätigkeit: „Mit dem Freischneider zu arbeiten, macht mir am meisten Spaß. Es ist wie ein Sportprogramm.“

07.05.2025
Recklinghauseen
 Recklinghäuser Werkstätten Grünwerk
Adriano Jelson 
foto: copyright  marco stepniak  -  
mobil  +49 171 2771906 ,  marco@stepniak-bild.de
07.05.2025 Recklinghauseen Recklinghäuser Werkstätten Grünwerk Adriano Jelson foto: copyright marco stepniak - mobil +49 171 2771906 , marco@stepniak-bild.de | Foto: marco stepniak

Abwechslung im Freien

Die Aufträge kommen von verschiedenen Kunden: Neben privaten Gartenbesitzern zählen kommunale Einrichtungen, Unternehmen und der Lippeverband dazu. „Wir pflegen Flächen rund um Kläranlagen und Pumpwerke, schneiden Wegeränder frei und sorgen für ein gepflegtes Erscheinungsbild“, erklärt Czekalla. Die Arbeiten des GrünWerks umfassen auch Rasen- und Wiesenschnitt, Strauch- und Heckenschnitt, die Säuberung von Fußwegen und Parkplätzen sowie Verkehrssicherungsschnitte. „Wir nehmen alles an, was von der Größe her passt“, erklärt Czekalla. „Ab hundert Quadratmetern wird es interessant.“ Die Arbeit im Freien bringt nicht nur Abwechslung, sondern auch Herausforderungen mit sich. „Bei starkem Regen machen wir kurze Pausen, aber ein kleiner Schauer hält uns nicht auf“, berichtet Patrick Pilarczyk. Er schätzt besonders die Teamarbeit und die Möglichkeit, verschiedene Maschinen zu bedienen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Qualität der Arbeit. „Wir schneiden keine Einhörner aus Hecken, aber unser Standard ist hoch. Wir machen schließlich nichts anderes, wir können das“, betont Czekalla lächelnd. Die Beschäftigten erhalten regelmäßige Schulungen und Unterweisungen, um die Maschinen sicher und effizient zu bedienen. Das GrünWerk steht nicht nur für professionelle Gartenpflege, sondern auch für gelebte Integration. Es bietet Menschen mit Behinderung eine sinnstiftende Tätigkeit, fördert ihre Fähigkeiten und stärkt ihr Selbstbewusstsein. „Ich bin ein Typ für draußen. Ich denke, das wird auch in Zukunft so bleiben“, sagt Adriano Jelson. Mit Engagement, Fachwissen und Herzblut sorgt das Team des GrünWerks mit Standorten in Dorsten, Datteln und Recklinghausen dafür, dass Gärten und Grünflächen im Kreis Recklinghausen erblühen – und zeigt dabei, wie Integration im Arbeitsleben gelingen kann.

Info Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen
Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen

Elper Weg 89
45657 Recklinghausen

www.diakonie-kreis-re.de

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