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Update fürs Weltbild
Foto: Marco Stepniak

Update fürs Weltbild

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Karoline Jankowski

Stewie (24) ist Juniorentwickler, Hacker und der Typ, den man reflexartig anruft, wenn der Rechner spinnt. Er baut Software, tüftelt im Chaos Computer Club – und erklärt nebenbei, warum Hacker keine Bösewichte sind, sondern diejenigen, die Sicherheitslücken finden.

Angefangen hat’s früh am Familien-PC: begrenzte Rechte, jugendlicher Ehrgeiz. „Ich hatte immer Spaß daran, Dinge kaputt zu machen – nicht böswillig, sondern als Herausforderung.“ Heute ist aus dem Basteltrieb ein ziemlich konstruktiver Blick aufs Netz geworden. Die Utopie ist simpel: Weg von den großen Plattformen, hin zu dezentralen Systemen – also nicht ein Anbieter, der alles sammelt, sondern viele kleine Server, die man wählen (oder selbst betreiben) kann. Monopole sind in seinen Augen (Daten-)Macht: „Man merkt gar nicht, was da alles gesammelt wird.“

Zum Beispiel WhatsApp ist für ihn ein Vertrauensproblem: ungeschützte Codes, Konzernlogik, Datenhunger. Wenn’s nicht überprüfbar ist, bleibt es Glauben. Seine Lösung: sichere Alternativen nutzen, Open Source stärken, sich gegenseitig helfen. „Einfach mal den Rechner ausmachen und hier hinkommen.“ Mittwochs ist Open Chaos für alle beim C3RE. Und wer denkt, Hacker seien böse, bekommt hier vor allem eins: ein Update fürs Weltbild.

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